Das Einsingen

 

Das Einsingen

Das Einsingen ist eine Art „Aufwärmen“, um den Stimmapparat auf die Belastung beim Singen in der Chorprobe oder bei einem Konzert vorzubereiten. Sinnvolles Einsingen heißt aber nicht, vor jeder Singstunde das gesamte Programm an Übungen, die der Chorleiter gehört oder gelesen hat, abzuspulen. Vielmehr müssen die einzelnen Einsingübungen sowohl alle grundlegenden Bereiche, die für das Einsingen notwendig sind, umfassen, als auch auf die folgende Chorprobe abgestimmt werden.

Wenn man von einem schönen Chorklang spricht, so spricht man von einer Klangqualität, die aus vielen einzelnen Aspekten zusammengesetzt ist. Der richtige Vokalsitz, der Vokalausgleich, exakte Konsonantenbildung, Ausnutzen aller Resonanzräume, das richtige Atmen, korrekte Intonation, differenzierte und tragende Dynamik, das alles und noch die individuellen Aspekte und die Persönlichkeit jedes Einzelnen tragen zur Klangqualität bei. Es wäre von einem Sänger zu viel verlangt, diese ganzen Gesichtspunkte nach pauschalen Anweisungen des Chorleiters zu verarbeiten und umzusetzen. Der Chorleiter wird in der Phase des Einsingens viele dieser Gesichtspunkte aufgreifen. Er wird niemals alle Aspekte während des Einsingens aufgreifen können, aber er erkennt die Stärken und Schwächen seines Chores und stimmt so die Literaturauswahl und auch das Einsingen auf seinen Chor individuell ab.