Geschichte

Entstehung und Entwicklung

Der 1. Weltkrieg unterbrach die Reihe der Sängerfeste. Die erste Gauversammlung nach dem Kriege fand am 23. März 1919 in Geradstetten statt. Sie beschloss den Beitritt des Gaues zum Schwäbischen Sängerbund. Die Gauvereine erfreuten sich in dieser Zeit eines regen Zulaufs und entwickelten eine Vielzahl von Aktivitäten. Aus diesen heraus entstanden wohl die Überlegungen, die Vereine des ganzen Remstales in einem Gau zusammenzufassen. Treibende Kraft und Schöpfer des Namens war wohl wiederum August Lämmle.

1920
Am 20. Juni fand in Silchers Geburtsort Schnait die Gründungsversammlung statt. Das Protokoll vermerkt „Morgens um Uhr 10.00 versammelten sich die Vertreter von 32 Vereinen unter dem Vorsitz des schwäbischen Volksdichters Reallehrer August Lämmle, Cannstatt, und des Fabrikanten Gustav Herzer, dem Vorstand des Männergesangvereins Schwäbisch Gmünd im Rathaus zu Schnait, um die Gründung des Silcher-Gaus zu vollziehen.“

1923
Gemeinsam mit den Vereinen des Hohenstaufengaues wurde im Juli eine erfolgreiches Chorfest abgehalten.

1929
Aus Altersgründen legte August Lämmle bei der Hauptversammlung sein Amt als 1.Vorsitzender nieder. An seiner Stelle wurde Fabrikant Herzer aus Gmünd, zum 2. Vorsitzenden Amtsgerichtsrat Majer aus Schorndorf gewählt.

1931
In Schwäbisch Gmünd wurde ein Gauliederfest abgehalten. 56 von 59 Mitgliedsvereinen beteiligten sich an diesem Fest. Der Gesangverein Gamundia zählte 130 Sänger, der Männergesangverein Schwäbisch Gmünd gar 230 Sänger, die trotz strömenden Regens den Weg ins Festzelt gefunden hatten.

1935
Am 15. Juni konnte Richtfest am Umbau des Silchermuseums in Schnait begangen werden. Am 15. September war eine große Gedächtnis-Feier anlässlich des 75. Todestages von Friedrich Silcher geplant, wobei alle Vereine zur Teilnahme verpflichtet waren. Sie musste dann allerdings um eine Woche vorverlegt werden. „...da der diesjährige Reichsparteitag in Nürnberg vom 10.-16. September stattfindet“. Während des II. Weltkrieges wird der Silchergau getrennt in die politischen Kreise Waiblingen und Schwäbisch Gmünd.

1947
In Weiler i.R. beschließt die Versammlung beider Sängerkreise den erneuten Zusammenschluss des früheren Silchergaues.

1950
Der Silcher-Gau verlässt den Württembergischen Sängerbund und beantragt gleichzeitig die Aufnahme in den Schwäbischen Sängerbund Württemberg-Hohenzollern.

1952
Der Schwäbische Sängerbund Württemberg-Hohenzollern wird aufgelöst und der Silcher-Gau wird Mitglied im SSB.

1966
Beim Gautag in Mutlangen schieden zwei verdiente und engagierte Funktionäre aus der Leitung des Silcher-Gaus aus. Es waren dies der 1. Vorsitzende Paul Bauder aus Heubach und Gauchorleiter Hugo Mack aus Schorndorf. Zum neuen Vorsitzenden wurde
Otto Jettinger gewählt. Das Amt des Gauchorleiters übernahm Hubert Beck.

1972
Bei der Gauversammlung in Herlikofen weist der Gau folgende Mitgliederzahlen auf. 3311 Sänger, 1080 Sängerinnen 332 Jugendliche und 657 Kinder, fördernde Mitglieder sind es 9674, was eine Gesamtmitgliederzahl von 15054 ausmacht.

1978
Friedemann Beck löst Hubert Beck als Gauchorleiter ab. Hans Barth wird Nachfolger von Otto Jettinger als Gauvorsitzender. Klaus Grimminger, Gaujugendreferent und Herausgeber von „Jugend aktuell“ wird Bundesjugendreferent. 41 Kinder- und Jugendchöre singen im Silcher-Gau.

1985
Erwin Mäding, über fast zwei Jahrzehnte Geschäftsführer des Gaus, übergibt sein Amt in die Hände von Susanne Blessing.

1986
Erstmals fand eine Bundesversammlung des SSB im Bereich des Silcher-Gaues, in Schwäbisch-Gmünd statt. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Gaue.